18. Dresden Marathon, 23.10.2016

Finisher:
Marathon: w 222 / m 1.157
Halbmarathon: w 1.017 / m 2.258
10 km Lauf: w 1.043 / m 1.287
Zehntel Marathon (4,2km): w 364 / m 248
insgesamt: 7.596

Start und Ziel des Dresden Marathon ist in Nähe des Congress – Centers, direkt oberhalb der Elbe gelegen mit einem schönen Panoramablick in Richtung Altstadtkulisse und Augustusbrücke. Hier wurden auch die Startnummern ausgegeben und fand eine kleine Messe statt.

Dieser Blick wird den Aktiven seit einer notwendigen Änderung der Streckenführung im Jahr 2014 leider nicht mehr so oft ermöglicht, wie davor.
Bis einschließlich 2013 liefen die Aktiven, je nach Distanz, mehrfach über die Augustusbrücke von der rechten Elbseite auf die Kulisse der historischen Gebäude zu. Von hier war dann auch nach entsprechender Strecke der letzte Kilometer erreicht und es ging in Richtung Ziel.

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Dresden am frühen Marathonsonntag – kalt und neblig

Der letzte Kilometer wird zwar immer noch im Bereich der Augustusbrücke erreicht, aber nun darunter, da nur noch nach dem Start bei Kilometer 1 über die Brücke gelaufen wird, mit dem Panorama im Rücken. Zu den Zieleinläufen geht es dann unterhalb der Brühlschen Terrassen, über die Straße zum Ziel. Das ist für die Aktiven etwas schade und für mich auch denn – „oben“ auf dem Schlossplatz konnte ich, wenn sie schien, sogar Sonne tanken. „Unten“ auf der Straße stand ich auch dieses Jahr wieder fast die ganze Zeit im Schatten und morgens war es mit gerade einmal 5° auch noch recht frisch.

Es kamen bei mir vorbei zunächst die um 09:30 Uhr gestarteten 4,2km Aktiven. Hier wurde ein Wendekurs gelaufen, sodass ich sie zwei Mal sah. Das war auch das Feld mit den Jüngsten, so konnte ich sogar 7-jährige sehen, die unterwegs waren; aber auch die andere Seite der Alterspyramide mit Aktiven deutlich über 80 Jahre.

Nach den Zehntel – Marathoni war um 10:00 Uhr der Start über 10km, die oberhalb die Brücke beliefen und zum ca. km 9 mich elbabwärts passierten.

Letzter Startzeitpunkt war um 10:30 mit dem gemeinsamen Start des Halbmarathon und des Marathon. Der Anfang ist immer gleich – bei km 1 über die Augustusbrücke und dann zum Ende hin bei mir vorbei, wobei die Marathoni dann noch hinter dem italienischen Dörfchen eine Kurve laufen mussten und zum zweiten Mal über die Brücke. Hier stand ein großes Schild für den Kilometer 21 und es gab das Halbmarathonsystem von MikaTiming für die Zwischenzeiten und als Kontrolle auf der Strecke.

In der Ausschreibung stand, dass Personen, die diesen Weg nicht bis 2:45 Std. Laufzeit in Angriff nehmen konnten dann weiter geradeaus zum Ziel laufen mussten und somit aus dem Marathon einen Halben machten.

Der 10km Lauf wird traditionell von einheimischen Aktiven beherrscht und so auch dieses Jahr. Es siegte bei den Läuferinnen Thea Heim, LG Telis Finanz Regensburg in 34:12. Das ist gleichzeitig neuer Streckenrekord; der alte lag bei 34:48 und schon aus dem Jahr 2001 !

Der Sieger heißt Sebastian Hendel von der LG Vogtland in 30:38; das ist allerdings deutlich über dem bestehenden Streckenrekord von 28:51 aus 2006.

Im Halbmarathon kam der führende Läufer in einer insgesamt 5-köpfigen Führungsgruppe, in der vier Läufer jedoch Marathoni waren, was unzweifelhaft an der 40.000er Startnummern erkennbar war. Diese Gruppe war komplett in kenianischer Hand.

Es siegte über die 21,1km denkbar knapp Lawrence Kiprono Rotich in 1:05:44 – der bestehende Streckenrekord steht bei 1:02:27, ebenfalls von einem kenianischen Läufer aus 2012.
Platz 2 Hosea Tuei, KEN, 1:05:45
Platz 3 Edwin Kiplagat Kitum, KEN, 1:06:00

Bei den Halbmarathonläuferinnen konnte ein deutsche Läuferin in die Phalanx der kenianischen Läuferinnen einbrechen:
1. Brendah Kebeya, KEN, 1:16:16
2. Gesa Bohn, LAC Quelle Fürth, 1:16:32 (Vorjahressiegerin in 1:17:12)
3. Selly Jepkemoi Korir, KEN, 1:16:47
Streckenrekord Frauen: 1:12:47 aus 2011

Der Marathon wurde ebenfalls von Aktiven aus Kenia kontrolliert. Bereits zur Hälfte lag die oben erwähnte 5-köpfige Führungsgruppe mit 4 gemeldeten Marathoni deutlich vorn. Der Vorsprung zum Ende hin zeigt die Ausnahmesituation der ostafrikanischen Läufer auf dem Kurs:
1. Joseph Kyengo Munywoki, KEN, 2:10:21 neuer Streckenrekord !
2. Vincent Kipchumba, KEN, 2:10:32 (Vorjahreszweiter)
3. Philip Kiptoo Rutto, KEN, 2:29:58
Erster deutscher Läufer war auf Gesamtplatz 11 Ralf Kummer aus Zwickau in 2:45:50.

Bei den Läuferinnen der Marathondistanz wurde die „gesetzte Favoritin“ ihrer Rolle gerecht. Sie führte kurz vor der Hälfte und hielt diesen Platz souverän bis zum Ziel. So konnte sie ihren Vorjahressieg wiederholen. Dahinter dann die ersten Europäerinnen mit der schnellsten Deutschen auf Platz 3:
1.Gladys Kiprotich, KEN, 2:40:23 (Vorjahressiegerin in 2:35:16)
2.Maria Magdalena Veliscu, ROU, 2:56:00
3.Katja Borggrefe, Turbine Halle, 2:57:30
Streckenrekord: 2:35:15 aus 2011

Oberhalb des Terrassenufers – so heißt die Straße, hielten es einige Zuseher auch länger aus und als die Schlusskolonne nach ~ 5:35 Std. erschien, waren tatsächlich noch welche anwesend, um einem österreichischen Läufer Mut für den letzten Kilometer zu machen.

Nachfolgende Fotos:
4-stellige Startnummern sind Zehntel-Aktive; 10.000er gehören zu 10km, 20.000er zum Halbmarathon und 40.000er zum Marathon.
Irgendwann war dann der Akku leer und ich hatte die Tasche im Hotel 😦

Fazit:
Dresden ist eine Reise wert.
So kann ich es mit Nachdruck nur betonen, vorausgesetzt man(n) verlässt die Stadt am Montag nach dem Marathon wieder frühzeitig.
Es ist eine Stadt, die viel an Kultur und Historie bietet und es lohnt sich auf jeden Fall, das Wochenende schon ein oder zwei Tage vorher zu beginnen und sich das alles anzusehen.
Die Menschen, die ich dort kennengelernt habe sind durchweg freundlich und tragen zu einem positiven Gesamteindruck bei!

Und der Marathon?
Auch das ist mittlerweile eine sportliche Großveranstaltung mit einem festen Platz im Sportkalender der sächsischen Landeshauptstadt. Die Teilnehmerzahlen haben sich über die Jahre stabilisiert und es ist zu hoffen, dass die Zukunft nicht so finster wird, sodass weiterhin Aktive den Weg an die Elbe finden, um auf einem alles in allem sehr schönen, bunten Rundkurs ihren Lauf durchzuführen.
Und selbst, wenn die Tagesform plötzlich anders sein sollte als geplant, lässt sich immer noch der Halbe, oder der Zehner laufen und so auf einer verkürzten Runde die Atmosphäre der Stadt erlaufen…

Kuriosum am Rande: mir wurde erzählt, dass der Marathonsieger im Ziel verpasst wurde!?
Wie kann das denn passieren, da arbeiten doch jede Menge Profis…

Alles im Netz unter: http://www.dresden-marathon.com/index.php

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