24. Christkindllauf Wiedenbrück, 02.12.2016

gemeldet: 1.351
gefinisht:
355 w / 830 m
1.185 = 87%

Der Christkindllauf in Wiedenbrück ist ein Muss in der Region, zumindest der Versuch.
Denn es zeigt sich, dass die Möglichkeit der Meldung extrem schnelle Finger, eine gute Verbindung und eine gehörige Portion Glück voraussetzt.
Alle Meldungen können nur einzeln und nur online erfolgen und so sitzen zu dem bekannt gemachten Zeitpunkt viele Interessierte an ihren heimischen Rechnern und versuchen, ihre Anmeldung auf dem Server des Unternehmens mikatiming.de zu platzieren. Dieses Jahr hat es knapp 3 Minuten gedauert, bis die 1.300 Meldungen erfolgt und der Lauf zu war.
Etwas erstaunlich ist dann allerdings, dass lediglich 1.185 ins Ziel liefen und somit nur 87% der Melder anwesend waren, was natürlich wiederum etliche der ernsthaft Laufwilligen um ihre Chancen gebracht hat…

Start und Ziel des Laufs, der über 10km in vier Runden geführt wird ist in der Langen Straße, wo die Häuserfassaden stimmungsvoll illuminiert sind und dem Ganzen einen festlichen Rahmen geben.
Der Christkindlmarkt findet quasi um die Ecke herum statt und hier treffen sich auch viele der späteren Zuseher, um sich mit dem einen oder anderen Getränk auf den Lauf einzustimmen. Es wird viel geboten, was dem Namen des Marktes gerecht wird, z.B. auch Holzspielzeug und weitere adventliche Dinge, die manch anderer Weihnachtsmarkt seit Jahren vermissen lässt.
Ein Vertreter der Sparkasse und der stellvertretende Bürgermeister gaben gemeinsam den Start; der Bürgermeister ist seit Jahren ebenfalls im Feld der Aktiven unterwegs und so auch dieses Jahr.

Am Start waren auch der Vorjahressieger und der Zweite des Jahres 2015, sowie Elias Sansar, der diesen Lauf zwischen 2001 und 2009 mit neun Siegen in Folge über fast ein Jahrzehnt beherrscht hat. Seinem zehnten Sieg läuft er allerdings seitdem jedes Jahr hinterher. Anwesend waren auch weitere Erfolgreiche der vergangenen Jahre.

Bei den Läuferinnen begleitete Winfried Aufenanger, „der Macher“ des PSV Grün Weiß Kassel und frühere Marathon Bundestrainer eine junge Äthiopierin, die als klare Favoritin mit einer persönlichen Bestzeit von 34:06 über die 10km in den Lauf startete und zuletzt auch dieser Rolle gerecht wurde.

Ebenfalls vor Ort, allerdings vorher im Gespräch mit mir schon abwinkend was den Sieg angeht, war mit Ilona Pfeiffer die Streckenrekordhalterin und ehemalige deutsche Marathonmeisterin.

Als der Start (ohne Schuss) erfolgte, startete das Feld in die erste Runde, hinten durch einen laufenden Engel getrieben, der den Schluss macht und somit zurückfallende Personen bis ins Ziel hinein begleitet.
Ebenso anwesend war auch ein erfahrener Läufer, der als 60 – Minuten – Nikolauf mitlief und Orientierung für viele der 30 Neueinsteiger bot, die sich in wochenlanger Vorbereitung der LG Burg Wiedenbrück auf diesen Lauf vorbereiteten.

Nach der ersten Runde war das Treppchen bereits gebildet und wurde bis zum Ende nicht mehr erschüttert. Der Vorjahressieger blieb vor dem Vorjahreszweiten und dann die weiteren. Dritter wurde der Sieger der Jahre 2010 und 2011. Auf Platz 4 kam Elias Sansar ein, der damit beim Jubiläumslauf am 01. Dezember 2017 erneut versuchen wird, ob er nicht als Erster überhaupt einen zehnten Sieg herauslaufen kann.

Die Läufer:
1.Eyob Solomon, SG Wenden, 30:43
2.Robiel Weldemichael, Delbrück läuft, 30:51
3.Jan Simon Hamann, USC Bochum, 31:58
(Streckenrekord 30:18, Amanal Petros, TSVE 1890 Bielefeld, 2014)

Die Läuferinnen sahen ebenfalls bereits nach der Auftaktrunde die spätere Siegerin vorn. Ihr folgte dann eine regional bekannte und gute Läuferin und auf Platz 3 eine Läuferin der U18, die noch etliche schnelle Jahre vor sich haben dürfte:

Läuferinnen:
1.Sewnet Ayano, PSV GW Kassel, 37:17
2.Melanie Genrich, SV Brackwede, 38:24
3.Nele Weike, TuS Eintracht Minden, 39:34.
(Streckenrekord 35:01, Ilona Pfeiffer, LC Solbad Ravensberg, 2008)

Die Siegerehrungen fanden ab ca. 20:30 auf der Bühne des Christkindlmarktes statt. Ab 21:00 gab es eine „after race party“ in einem nahe gelegene Brauhaus, welches die Aktiven in jeder Runde ca. 150m vor dem Zielbereich passierten.

Fazit:
In Wiedenbrück wird seit 1993 ein toller Lauf veranstaltet, bei dem im Team auch die Ablösung der Gründerväter durch die nächste Generation ohne Lücken funktioniert hat. Es ist regional ein äußerst beliebter Lauf und stimmungsvoll obendrein.
Allein für meine rechte Hand, mit der ich jede Startnummer einzeln eintippen muss, hätte es etwas wärmer sein können. Zum Abbau war die Null – Grad – Grenze dann wieder erreicht.
Alles zum Lauf: http://www.lgburg.de/

Nachfolgend Fotos, bei denen mir mein Fotoapparat, auch durch die schnell leer werdenden Akkus des Blitzes, manchen Streich spielte…

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