41. Wintersteinlauf, 19.03.2017

Immer im März wird in Friedberg / Taunus der Lauf in Angriff genommen, bei dem es in der Spitze nicht nur über 30km Länge geht, sondern auch 402 Höhenmeter bewältigt werden müssen.
Das ist aber nur die Königsstrecke. Außerdem werden noch 10km mit ca. 125 Höhenmetern angeboten, ein flacher 5km Einsteigerkurs, sowie 5km und 10km für (Nordic-) Walker.

Leider ist auch hier die Tendenz zu beobachten, die bei fast allen kleineren Laufveranstaltungen seit einigen Jahren vorherrscht: die Teilnehmerzahlen stagnieren, oder entwickeln sich nach unten.
In Friedberg hieß das 589 gemeldete Teilnehmer. Im Ziel: 325 über 30km; 168 über 10km; 38 über 5km; 4 im 10km Walking, keine 5km Walker. Das macht insgesamt eine Zahl von 535 = 91%.
Diese Relation der Gemeldeten zu den Finishern ist zunächst sicher einmal nicht schlecht. Aber die Entwicklung der letzten Jahre sagt leider was Anderes. 2016: 604; 2015: 598; 2014:  773. Wer noch weiter zurück schaut, sieht Jahre wie 2009 mit 1047, 2008 mit 1051 und 2006 und auch 2005 mit ebenfalls jeweils über 1.000 Meldungen.

Es mag an diesem Sonntag auch am Wetter gehangen haben.
Es war teils böig, Regen war angesagt und auch mit Temperaturen, die in der Tagespitze die 16° erreichten, hatten sicher nicht viele Leute gerechnet; durch den Wind fühlte sich das auch anders an.

Alles findet rund um die Henry-Benrath-Schule statt, wo auf der einen Seite gestartet und auf der anderen (Parkplatz) Seite gefinisht wird. 3 Starts: 09:30 Uhr 30km, 09:50 10km (mit Walking) und 10:30 5km.

Alle laufen dann auf einem sehr langen, geraden Weg raus auf die Strecken. Dies ist später in Gegenrichtung die Zielgerade, führt noch über eine kleine Querstraße, zum Ende hin wieder auf dem langen Weg ins Ziel, parallel zu einem kleinen Bach.

Von unterwegs meldete Jörg Rosskopf, der ~ 3km vor dem Ziel postiert war die ersten Männer und Frauen der Langstrecke.

Bevor diese aber letztlich ins Ziel liefen, waren zunächst die 10km Finisher dran.
Hier platzierten sich:
1.Sebastian Casper, AHB, 35:19
2.Dominik Müller, LGLO, 36:11
3.Christian Spaich, TSG Oberursel, 37:59

1.Leah Wagner, SV Fun-Ball Dortelweil, 44:07
2.Annette Spilles, Tus Kreuzweingarten, 44:23
3.Tanja Weber, Triathlon Wetterau, 46:15

Die bestehenden Streckenrekorde (seit 2005):
Jörn Harland (2015) 31:39
Franziska Rachowski (2014) 38:03

Nachdem die 10er zu großen Teilen das Ziel erreicht hatten, tauchten die ersten 5km Aktiven auf und bildeten das Treppchen wie folgt:

1.Sebastian Bienert, LG BSN, 16:55
2.Oliver Fischer, Marburg, 18:44
3.Michael Wiener, LG ovag Friedberg-Fauerbach, 19:00

1.Eva Sulzer, LSC Bad Nauheim, 20:50
2.Anne Neidhardt, Karlsruher Lemminge, 22:09
3.Jutta Heim-Buchner, TVE, 23:43

Dann erfolgten zwischenzeitlich die Meldungen von Jörg Rosskopf und es tauchte in weiter Ferne der Führungsradfahrer mit dem Sieger der 30km auf.
Erfreulich war, dass es sich um einen RUNNERS POINT Kollegen aus Gießen handelt, der an diesem Tag offensichtlich die besten Beine hatte. Ich muss allerdings auch erwähnen, dass seine Siegerzeit eine der komfortabelsten Zeiten eines Platzes 1 der letzten Jahre ist.

1.David Schön, TSV Krofdorf-Gleiberg, 1:57:50
2.Henrik Apel, ASC Marathon Friedberg (ausrichtender Verein), 2:00:56
3.Harald Horstkotte, Schmitten, 2:02:05

Platz 14 und damit den Sieg der AK 60 erreichte mein RUNNERS POINT Kollege Ulrich Amborn für die LG Offenbach in 2:06:17

Eine Überraschung erlebten wir bei den Läuferinnen. Wir – mein regionaler „Mit-Moderator“ und ich hatten uns darüber unterhalten, dass die Vorjahres 10km – Siegern Lena Becker (42:40) in der Schule vor den Starts gesehen worden war. Wir gingen natürlich davon aus, dass sie versuchen würde, ihren Sieg auf der Strecke zu wiederholen. Als aber immer mehr 10er das Ziel erreicht hatten, machten wir uns Gedanken und hatten als eine mögliche Erklärung, dass sie „raus sei“.
Aber ganz im Gegenteil. Sie hatte sich in diesem Jahr für die Langstrecke entschieden und kam als Erste in Sicht und damit zum Ziel. Und nicht nur als Erste, sondern mit einem Abstand zur Zweiten, der 12:10min betrug!

1.Lena Becker, TGV Schotten, 2:07:26
2.Carina Volkmuth, TV Großostheim, 2:19:36
3.Karin Hahnfeld, MTV 1846 Gießen, 2:21:40

Die schnellsten Zeiten der vergangenen 12 Jahre:
Philipp Büttner (2007) 1:39:03
Kerstin Bertsch (2014) 1:59:23

Die Siegerehrungen fanden wieder in der Schule statt, wohin mein Mit-Moderator zwischendurch wechselte und alle Ehrungen durchführte.

Abgeschlossen wurde der Lauf mit dem letzten Finisher der Langstrecke, der als amtierender Bürgermeister eines nahe gelegenen Ortes in 4:02:10 zwar leicht das 4-Stunden-Limit überzog, aber als Person des öffentlichen Lebens dann „Personenschutz“ erfuhr…

Fazit:
Eine gut organisierte Veranstaltung, die leider an der allgemeinen Entwicklung der Laufveranstaltungen leidet. Da sich hier keine App einsetzen lässt und alles selbst, und dann noch schwitzend absolviert werden muss, ist die Nachfrage aus den Kreisen der jüngeren und älteren Pubertisten stark rückläufig.

Ergebnisse unter: http://my3.raceresult.com/66290/?lang=de#

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