5.VIVAWEST Marathon, 22.05.2017

Meldezahl ~ 9.000

Die Veranstaltung heißt zwar Marathon, doch gibt es auch andere Distanzen bzw. Teilstrecken beim Marathon: 4er Staffeln für Erwachsene, 7er Staffeln für Schulen, Halbmarathon und 10km; beim Halbmarathon auch Walker, wobei auch beim Marathon (wohl ungeplante) Walker unterwegs waren.

Ich stand zum vierten Mal am Kurs und habe hinterher wieder mit Interesse die Zahl von 100.000 Zuschauern gelesen…

Es mag ja sein, dass sich herumspricht wo ich stehe und das dann von Zuschauern gemieden wird, ich will es aber nicht hoffen. Wobei an meinem Standort sicher die reduzierte Zahl der Zuseher was mit Absperrmaßnahmen zu tun hatte, aber dazu später noch einmal!

Ich stand im Nordsternpark zwischen zwei Brücken, von denen eine über die Emscher führt  und die andere über den Rhein-Herne-Kanal.

100m vor mir war das 37 Kilometerschild für die Marathoni und 100m nach mir das 16km für die Halben. Nicht ganz einen Kilometer vor meinem Punkt war eine der Wechselstellen für die Staffeln.

Es mußten also alle laufenden Aktiven hier vorbei, sodass ich hoffentlich Vielen bei stetig steigenden Temperaturen noch mal was mitgeben konnte für ihre letzten ~ 5+ Kilometer bis ins Ziel.

Als es lt. Zeitplan so weit war, dass die 10er ab 09:45 hätten auftauchen müssen, tat sich nix. Später erlebte ich dasselbe auch bei den längeren Distanzen.

Wie sich herausstellte, musste wieder einmal ~ 15min später gestartet werden, da auf dem mehrere Städte berührenden Kurs wieder Probleme mit PKWs waren. Das war nicht das erste Mal so, das habe ich vor 3 Jahren schon einmal erlebt, da war der Zeitverzug deutlich größer.

10km mit gelben 30tausender Nummern:

In jeder Distanz waren deutlich die Führenden erkennbar, zumal die 10er die Strecke ja komplett für sich hatten.

Die Halben sollten erst um 10:30 starten und kamen nach einer längeren Pause, wo Niemand mehr unterwegs war, ebenfalls hier vorbei. Alle Felder sollten in der Spitze von Radfahrern geführt werden, was aber nicht zu 100% funktionierte.

Die Spitze der Marathoni lief dann später durch die hinteren Felder Halben. Durch  unterschiedliche Startnummern waren sie jedoch gut erkennbar. Allerdings waren einige Startnummern, die ursprünglich für andere Distanzen gedacht waren neu vergeben, was aber in meiner Datei, die ich am Vortag gegen 17:00 bekam, so noch nicht geändert war –  Einzelschicksal.

Ab hier Spitze der Marathoni, weiße 4stellinge Nummern, danach gemischte Felder:

Insgesamt war es ganz egoistisch gesehen der für mich bisher angenehmste Standort. Hier störten nicht so viele Zuschauer und ich konnte sehr weit gegen die Laufrichtung in den Kurs schauen und somit schon sehen, wer es aus dem „hinteren Mittelfeld“ besonders nötig hatte, genannt zu werden.

Alle Ergebnisse bitte ich aus den Listen unter: http://gelsenkirchen-screen.r.mikatiming.de/2017/ einzusehen.

Damit noch mal zum Thema Absperrmaßnahmen.

Manche einer wird vielleicht Rüdiger Hofmann, den Kabarettisten aus dem Paderborner Raum kennen, der in einem seiner Sketsche von seinem WG Mitbewohner erzählt. Hier gibt es den Satz „Ja gut, man kann eine Zahnpastatube offen lassen, muss man aber nicht…“

Ich will da anschließen: „Ja gut, man kann Parkbesucher anmeckern, muss man aber nicht!“
Man(n) oder Frau kann auch freundlich darum bitten, die Brücke nur seitlich und nur  hintereinander zu benutzen!

Das was sich da direkt nach meinem Standort abspielte und wohl auch auf der ganzen Strecke, war so was von kontraproduktiv, wie nur was.

Da kommen Parkbesucher, erwachsene Menschen (teils mit Kindern) und geraten plötzlich in die Laufveranstaltung. Sie wollen über eine Brücke, die so breit ist, dass dort mindestens zwei PKWs nebeneinander fahren könnten auf die andere Seite des Kanals, zumal dort eine große Kinderbespaßung angesiedelt ist.

Da treffen sie auf bezahlte Streckenposten, also keine Ehrenamtler, sondern über einen Dienstleister bezahlte Kräfte, die sich komplett uneinsichtig zeigten.

Ich verstehe, dass sie angewiesen waren ihren Job zu machen, aber – wenn ich als unbedarfter Besucher auf einen komplett mit Gittern und Absperrband gekennzeichneten, breiten Laufweg schaue und nach 10, 20 oder 30 Minuten noch immer kein Sportler auftaucht, beginne ich nicht nur an der Sinnfälligkeit dieser Maßnahme zu zweifeln, sondern werde für mich verinnerlichen, dass der Sch… Marathon verhindert hat, dass ich meinen freien Sonntag in der Sonne in einem öffentlichen Park verbringen konnte.

Ein früherer Kollege von mir, der mit dem Rad kam, hat mir erzählt, dass einer der Helfer sich ihm nicht nur in den Weg gestellt hat, sondern ihn auch mit einem Gríff an die Schulter disziplinieren wollte. So was kann sehr leicht ins Auge gehen.

Es kam die Verantwortliche der von den Veranstaltern angeworbenen Trommlergruppe und klagte mir ihr Leid, dass die Streckenposten sogar sie nicht an ihren Einsatzort lassen wollten!? Ich bin dann mal ein wenig über Mirkofon ausgerastet.

Das hat der ganzen Veranstaltung geschadet.

 

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