20. HK Kreisstadtlauf, Höchst, 10.05.2018

Meldezahl 1.412, das ist bis auf 4 Meldungen dasselbe Niveau, wie um Vorjahr.
Das Ziel erreichten:
10km Lauf, männlich 694
10km Lauf, weiblich   399
10km Walkerinnen     107
10km Walker                40
gesamt: 1.240 = 88% der Gemeldeten

Das Ziel auf dem Schlossplatz in Höchst ist (ich wiederhole mich) sicher einer der schönsten Zielbereich bei einer Laufveranstaltung. Nach einer Strecke von 10km geht’s zum Schluss durch den schmalen, eher dunklen Durchlass auf den Schlossplatz.
Gesäumt wird das Ziel von einer mächtigen Eiche, unter sich wieder der Verpflegungsstand befand. Drumherum stehen historische Häuser, die größtenteils auch in gutem Zustand sind, sodass das zum positiven Gesamteindruck beiträgt.

Ich zitiere Karl Josef Schmidt, den Organisator:
Ein bisschen zur Geschichte des Kreisstadt-Laufs: Der Kreisstadt-Lauf wurde 1999 ins Leben gerufen. Anlass war der 150. Geburtstag des Höchster Kreisblatts, das eine der ältesten Tageszeitungen in Hessen ist. Wir sind die am meisten gelesene Zeitung im Frankfurter Westen und im Main-Taunus-Kreis. Der Lauf führt von der neuen Kreisstadt Hofheim in die ehemalige Kreisstadt Frankfurt-Höchst. Die Strecke ist offiziell vermessen und exakt 10 Kilometer lang.

 Die Streckenführung beschrieben wie folgt:
10.00 Start in der Hofheimer Altstadt
10.03 km 1 – auf der Zeilsheimer Straße in Hofheim
10.07 km 2 – weiter auf der breiten Landesstraße 3018  Richtung Zeilsheim
10.10 km 3 – Läufer sind eingebogen auf Feldweg an der A 66, weiter Rtg. Zeilsheim
10.13 km 4 – Auf dem Münsterer Weg unterqueren die Läufer im Tunnel die A66 und             erreichen in Zeilsheim das Frankfurter Stadtgebiet
10.17 km 5 – Auf der Westhöchster Straße geht es Richtung Zeilsheimer Bahnhof, kurz davor ins Feld Richtung Höchst. Langes Stück geradeaus.
10.20 km 6 – Parallel zur Bahnlinie im Feld weiter Richtung Höchst (Pfaffenwiese)
10.23 km 7 – Pfaffenwiese erreicht, leichter Anstieg auf die Bleiwerksbrücke, dann hinunter  durch einen Fußgängertunnel zum Tor Nord des Industrieparks Höchst.
10.27 km 8 – mitten im Industriepark Höchst. Der Führende läuft gleich am berühmten Behrens-Bau vorbei, Richtung Tor Ost, wo die Läufer den Industriepark verlassen und in Höchst angekommen sind.
10.30 km 9 – auf dem Weg zum Endspurt über die Brüningsstraße, dann rechts runter Richtung Mainufer. Am Ufer die lange Gerade und schließlich die letzten Meter hinauf zum Schlossplatz.
10.33 km 10 – Ziel.

Hier hatte ich erneut meine Technik aufgebaut und begann ab ~ 09:00 Uhr das langsam eintreffende Publikum zu informieren. Zunächst waren es vorrangig Angehörige, die auf „ihre Leute“ warteten; später kamen Tagesausflügler hinzu, auch wenn durch den morgendlichen Regen nicht so viel los war, wie in den Vorjahren.

Die Tagestemperatur stieg auf meinem Thermometer bis auch 17° und es war für eine Laufveranstaltung ein geradezu ideales Wetter.

Über Mika Timung wurde der Start der Läuferinnen und Läufer übermittelt. Die Walker waren bereits 30min früher, um 09:30 Uhr gestartet.

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Der Tagesälteste, Werner Kein aus Sulzbach, 86 Jahre – Chapeau

Viele Jahre hielt der im Startjahr 1999 erzielte Streckenrekord der Männer mit einer 10km Endezeit von 31:28 bis im Vorjahr Tilahun Babsa, ein Flücjtling aus Ähtiopien diesen knackte und mit 30:45 ins Ziel lief.

Da er erneut gemeldet hatte, rückte er in den Focus als möglicher Favorit. Dieser Rolle wurde er mit Bravour gerecht. Erneut schraubte er die SBZ herunter auf aktuelle 30:37 (netto). Nach eigenen Angaben hat er sich ein paar Körner aufbewahrt, da er in kürzester Zeit über die volle Marathondistanz starten wird und dort seinen nahen Laufhöhepunkt sieht.

Das Treppchen der Männer:
1.Tilahun Babsa, Küchenstudio Krampe*, 30:27
2.Christian Weis, Küchenstudio Krampe, 34:28
3.Jan Künne, Radsporthaus Kriegelstein, 34:41

*dieses Küchenstudio feierte 80jähriges Bestehen und hatte insgesamt 93 Gemeldete im Feld, darunter auch einige der Topps.

Erwähnt werden muss auch der Gesamtplatz 4 mit Jacob Stenzel!
Stenzel? „Hast Du was mit Kurt Stenzel zu tun?“ fragte ich ihn, als er ankam, „ja, der Sohn!“ Und Kurt Stenzel? Er tritt später noch in Erscheinung…

Bei den Läuferinnen steht der Streckenrekord seit 2012 von einer damals für ein Autohaus startenden ostafrikanischen Läuferin, Chelangat Sang mit 34:10.
Diese Zeit wurde nicht erreicht, was aber die Leistung der Siegerin nicht schmälert, betrug ihr Vorsprung doch 2:48min im Ziel.

1Tania Moser, Küchenstudio Krampe, 36:07
2Irina Haub, DJK Flörsheim, 38:55
3Birgitt Bohn, Küchenstudio Krampe, 40:10

Und spätestens jetzt kommt auch Kurt Stenzel wieder ins Spiel. Er war gemeinsam mit der späteren Siegerin unterwegs und musst nach eigener Aussage ordentlich Gas geben, um mit ihr gemeinsam das Ziel zu erreichen.
Anmerkung:
Kurt´s Vita weißt folgende PB´s auf:
12-facher Deutscher Meister, Platz 12 WM 1993, Platz 15 WM 1992
10.000m 28:13; Halbmarathon 1:01:02; Marathon 2:13:25

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Kurt Stenzel und Küchen Kranpe Aktive

Das ist zwar alles ein paar Jahre her, aber wer Kurt live als Giraffe gesehen hat und sich das Bild ansieht, der wird zugeben müssen, dass er sicher nach wie vor zu einem der besttrainierten M55er Hessens gehören könnte…

Bei aller Euphorie über die schnellen Laufzeiten und den neuen Streckenrekord der Männer soll aber eine Frau nicht vergessen werden, die unmittelbar nach dem Lauf-Sieger auf den Höchster Schlossplatz kam.

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Linda Betto, erste nicht Läuferin.

Linda Betto vom TV Groß Gerau benötigte für die 10km als Sportgeherin 1:02:06. Die gebürtige Italienerin ließ zwischen sich und der nächsten nicht – Läuferin einen Abstand von 12:07min, zum ersten Walker sogar einen Abstand von exakt 13min.

Fazit:
Der Lauf ist gut organisiert, auch wenn das Leben für Ka-Jo Schmidt als Organisator nicht leichter wird. Die Ehrenamtlichen sind teilweise in Organisationen bzw. öffentliche Hilfsdienste eingebunden, wo es schwieriger wird, diese für den (Feier-)Tag loszueisen.

Der Zweck dieses Laufs liegt aber nicht alleine in den sportlichen Ergebnissen, sondern es geht um einen karitativen Hintergrund und dieser ist monetär mit ~ € 20.000 wieder bedacht worden.

Mehr als 100 ehrenamtliche Helfer stellen sicher, dass der Kreisstadt-Lauf überhaupt stattfinden kann. Am Start, im Ziel, Streckensicherung, Sanitätsdienst, Wasserstellen.

 Alles für einen guten Zweck: Die gesamten Einnahmen aus den Startgeldern gehen an die Leberecht-Stiftung der Frankfurter Neuen Presse, die sich seit 68 Jahren um benachteiligte und geistig und körperlich behinderte Kinder kümmert. Pro Lauf kommen mehr als 20.000 Euro für den guten Zweck zusammen. 2017 waren es 25.000 Euro!

Die Stiftung wurde nach dem Krieg vom damaligen Lokalchef der Frankfurter Neuen Presse, Richard Kirn, gegründet – zunächst um Waisenkindern zu helfen. Sie ist damit eine der ältesten Zeitungsstiftungen der Bundesrepublik. Im Laufe der Jahre konzentrierte man sich dann auf die Unterstützung von behinderten Kindern. Bei Leberecht fließ kein Cent in die Verwaltung, alle Mitarbeiter sind ehrenamtlich tätig.

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