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16. Münster Marathon, 10.09.2017

Es gibt ja für Münster den Satz bzw. das Klischee „entweder es regnet, oder die Glocken läuten…“

Aber es sah nicht einen Moment lang nach Regen aus.

Am Vortag war das noch alles anders. Als ich in Richtung Münster unterwegs war, gab es viel Regen und auch der Himmel über Münster wies noch deutliche Bewölkung auf mit sich auftürmenden Wolkenbergen.

Abends war es noch bedeckt, aber als ich nachts im Hotel aus dem Fenster sah, kam der Mond heraus und die Wolkendecke lichtete sich. Und morgens um 07:00 Uhr war der Himmel schon fast klar, allerdings waren es nur 7°…

An meinem „alten Platz“ in Gievenbeck, bei km 36 baute ich dann auf, verband mein Laptop mit dem Netz und dem Server der Zeitnehmer. Es war im weiteren Verlauf allerdings dann schon manchmal mühsam, da ich Teilnehmerdaten nur online bekam, also immer darauf angewiesen war, Netz zu haben, was nicht immer stabil funktionierte. So musste ich leider viele Aktive ungenannt vorbeilaufen lassen.

Und als die Spitze kam, war es auch wie immer.

Vorne liefen die ostafrikanischen Gazellen, die sich aus einer ehemaligen afrikanischen Führungsgruppe heraus gelöst hatte. Durch die Verfolgung der Zeiten der Kontrollsysteme in einem anderen Serverfenster war zu sehen, dass am km 30 noch eine größere Gruppe zusammen war.

Danach kamen dann die beiden schnellsten deutschen Läufer, Elias Sansar LG Lage Detmold – 10facher Hermannslauf Sieger und Maciek Miereczko VFB Erftstadt Multisport (10. beim MS Marathon 2016).

Im Feld der Frauen war es ähnlich – zunächst schnelle ostafrikanische Mädels und dann mit Christl Dörschel SG Wenden die zum Ende hin beste deutsche Läuferin.

Es gab für die Endzeiten ab 3:00 Stunden bis 5:00 Stunden sog. Brems- und Zugläufer. Hier konnten sich Aktive an die erfahrenen Personen anhängen mit der Gewissheit, zur angegebenen Endzeit den Prinzipalmarkt zu erreichen.

Anwesend waren auch 2 „Drachen“, die die Aktiven begrüßten, das eine oder andere kleine Kind irritierten und insgesamt zur guten Stimmung beitrugen.

Zu beobachten war, dass „der Münsterländer“ wohl pünktlich zu Mittag isst. Kurz nach 12:00 Uhr lichteten sich die Zuschauerreihen deutlich…

In Sichtweite meines Standortes startete außerdem um 13:00 Uhr ein 6,2km Lauf für Aktive, die sich nicht an die 42,195 km herantrauten. Es war ein Einsteigerlauf des Partners AGRAVIS. Im gleichmäßigen Tempo von 6:30 bis 7:00 min/km wurde gelaufen.

Meine Impressionen:

25. Marathon Bad Salzuflen, 25.02.2017

gefinisht:
Marathon : 172
34 km: 102
26 km: 401
18 km: 395
10 km 142
10 km Walking: 40
Gesamt Finisher: 1.252

Die Organisatoren des LC 92 Bad Salzuflen „vermarkten“ diese Laufveranstaltung als Marathon im Baukasten System. Das hört sich für Außenstehende komisch an, erklärt sich aber aus den o. a. Teilnehmerzahlen der unterschiedlichen Distanzen.
Start und Ziel sind unmittelbar auf der Straße und dem Schulhof einer Schule, von wo aus über 1km bis zum Erreichen einer 8 km – Waldrunde gelaufen wird.

Diese Runde wird beim Start über 10km einmal durchlaufen und dann der Rückweg zur Schule, wo das Time Team Jung die Zeitnahme realisierte.

Die 18 km – Aktiven liefen 2 Runden, die 26er 3 Runden, die 34er 4 Runden und die Marathoni dann 5.

Ich sah die Anwesenden in den großen Startpulks um 12:05 die 10km, 12:15 die Wahlstreckler und um 12:20 die Walker. Dann erst wieder beim Schlussspurt in Richtung Zielkanal.

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Sigrid Eichner und Karl Ernst Rösner

2 Personen traten aber bereits erheblich früher an!

Um 10:00 Uhr starteten in Absprache mit der Organisation und dem Zeitnehmer Sigrid Eichner und Karl Ernst Rösner. Sigrid Eichner ist die Läuferin, die weltweit mit über 2.000 Marathons und Ultraläufen führend in der Statistik der Frauen steht. Ende 2016 war sie nach 2 Männern auf Platz 3 des World Megamarathon Ranking 300+ mit einer Zahl von 2.025 verzeichnet! Sigrid läuft, als 1940 Geborene in der W 75.
Ihr Begleiter am Start, Karl Ernst Rösner, ist ebenfalls in der (m) 75 unterwegs und wechselt als 1938er Jahrgang nächstes Jahr in die M80. Er hatte Ende 2016 Fünfhundert Marathons und Ultras absolviert.
Aus der früheren Startzeit ergeben sich dann die Zielzeiten für Sigrid Eichner mit 6:25:30 und Karl Ernst Rösner mit 7:42:13.

Vom Time Team Jung bekam ich zwischendurch Zeiten, aus den sich erkennen ließ, wer in eine weitere Runde eingebogen war, dadurch ergab sich dann die Möglichkeit, dass aus dem Feld heraus die nächsten Erstplatzierten der Folgedistanz erscheinen würden.

Als einer der regionalen Leistungsträger war Elisa Sansar (LG Lage Detmold) vor Ort, der aber nicht die volle Distanz lief, da er versuchen will, am 30. April dann zum zehnten Mal den Hermannslauf zu gewinnen und somit im Aufbau für diese anspruchsvolle Strecke ist. Er lief an diesem Tag „nur“ die 26km in 1:34:54.

Alle Ergebnisse der 7 Angebote sind zu finden unter: http://www.ttjnet.de/Ergebnisse/2017/BadSalzMarakompl2017.pdf

Nächster Termin – Samstag, 24.02.2018, siehe http://www.lc92.de/

Aufgrund der vielen parallel einlaufenden Finisher habe ich nur teilweise Erstplatzierte erwischt. Wer sich selbst sucht, kann auch bei www.foto-tean-mueller.de suchen. Die haben eigene Fotos an der Strecke und im Ziel gemacht.

Meine Ziel – Fotos:

Und da waren auch noch Special Guests:

 

24. Christkindllauf Wiedenbrück, 02.12.2016

gemeldet: 1.351
gefinisht:
355 w / 830 m
1.185 = 87%

Der Christkindllauf in Wiedenbrück ist ein Muss in der Region, zumindest der Versuch.
Denn es zeigt sich, dass die Möglichkeit der Meldung extrem schnelle Finger, eine gute Verbindung und eine gehörige Portion Glück voraussetzt.
Alle Meldungen können nur einzeln und nur online erfolgen und so sitzen zu dem bekannt gemachten Zeitpunkt viele Interessierte an ihren heimischen Rechnern und versuchen, ihre Anmeldung auf dem Server des Unternehmens mikatiming.de zu platzieren. Dieses Jahr hat es knapp 3 Minuten gedauert, bis die 1.300 Meldungen erfolgt und der Lauf zu war.
Etwas erstaunlich ist dann allerdings, dass lediglich 1.185 ins Ziel liefen und somit nur 87% der Melder anwesend waren, was natürlich wiederum etliche der ernsthaft Laufwilligen um ihre Chancen gebracht hat…

Start und Ziel des Laufs, der über 10km in vier Runden geführt wird ist in der Langen Straße, wo die Häuserfassaden stimmungsvoll illuminiert sind und dem Ganzen einen festlichen Rahmen geben.
Der Christkindlmarkt findet quasi um die Ecke herum statt und hier treffen sich auch viele der späteren Zuseher, um sich mit dem einen oder anderen Getränk auf den Lauf einzustimmen. Es wird viel geboten, was dem Namen des Marktes gerecht wird, z.B. auch Holzspielzeug und weitere adventliche Dinge, die manch anderer Weihnachtsmarkt seit Jahren vermissen lässt.
Ein Vertreter der Sparkasse und der stellvertretende Bürgermeister gaben gemeinsam den Start; der Bürgermeister ist seit Jahren ebenfalls im Feld der Aktiven unterwegs und so auch dieses Jahr.

Am Start waren auch der Vorjahressieger und der Zweite des Jahres 2015, sowie Elias Sansar, der diesen Lauf zwischen 2001 und 2009 mit neun Siegen in Folge über fast ein Jahrzehnt beherrscht hat. Seinem zehnten Sieg läuft er allerdings seitdem jedes Jahr hinterher. Anwesend waren auch weitere Erfolgreiche der vergangenen Jahre.

Bei den Läuferinnen begleitete Winfried Aufenanger, „der Macher“ des PSV Grün Weiß Kassel und frühere Marathon Bundestrainer eine junge Äthiopierin, die als klare Favoritin mit einer persönlichen Bestzeit von 34:06 über die 10km in den Lauf startete und zuletzt auch dieser Rolle gerecht wurde.

Ebenfalls vor Ort, allerdings vorher im Gespräch mit mir schon abwinkend was den Sieg angeht, war mit Ilona Pfeiffer die Streckenrekordhalterin und ehemalige deutsche Marathonmeisterin.

Als der Start (ohne Schuss) erfolgte, startete das Feld in die erste Runde, hinten durch einen laufenden Engel getrieben, der den Schluss macht und somit zurückfallende Personen bis ins Ziel hinein begleitet.
Ebenso anwesend war auch ein erfahrener Läufer, der als 60 – Minuten – Nikolauf mitlief und Orientierung für viele der 30 Neueinsteiger bot, die sich in wochenlanger Vorbereitung der LG Burg Wiedenbrück auf diesen Lauf vorbereiteten.

Nach der ersten Runde war das Treppchen bereits gebildet und wurde bis zum Ende nicht mehr erschüttert. Der Vorjahressieger blieb vor dem Vorjahreszweiten und dann die weiteren. Dritter wurde der Sieger der Jahre 2010 und 2011. Auf Platz 4 kam Elias Sansar ein, der damit beim Jubiläumslauf am 01. Dezember 2017 erneut versuchen wird, ob er nicht als Erster überhaupt einen zehnten Sieg herauslaufen kann.

Die Läufer:
1.Eyob Solomon, SG Wenden, 30:43
2.Robiel Weldemichael, Delbrück läuft, 30:51
3.Jan Simon Hamann, USC Bochum, 31:58
(Streckenrekord 30:18, Amanal Petros, TSVE 1890 Bielefeld, 2014)

Die Läuferinnen sahen ebenfalls bereits nach der Auftaktrunde die spätere Siegerin vorn. Ihr folgte dann eine regional bekannte und gute Läuferin und auf Platz 3 eine Läuferin der U18, die noch etliche schnelle Jahre vor sich haben dürfte:

Läuferinnen:
1.Sewnet Ayano, PSV GW Kassel, 37:17
2.Melanie Genrich, SV Brackwede, 38:24
3.Nele Weike, TuS Eintracht Minden, 39:34.
(Streckenrekord 35:01, Ilona Pfeiffer, LC Solbad Ravensberg, 2008)

Die Siegerehrungen fanden ab ca. 20:30 auf der Bühne des Christkindlmarktes statt. Ab 21:00 gab es eine „after race party“ in einem nahe gelegene Brauhaus, welches die Aktiven in jeder Runde ca. 150m vor dem Zielbereich passierten.

Fazit:
In Wiedenbrück wird seit 1993 ein toller Lauf veranstaltet, bei dem im Team auch die Ablösung der Gründerväter durch die nächste Generation ohne Lücken funktioniert hat. Es ist regional ein äußerst beliebter Lauf und stimmungsvoll obendrein.
Allein für meine rechte Hand, mit der ich jede Startnummer einzeln eintippen muss, hätte es etwas wärmer sein können. Zum Abbau war die Null – Grad – Grenze dann wieder erreicht.
Alles zum Lauf: http://www.lgburg.de/

Nachfolgend Fotos, bei denen mir mein Fotoapparat, auch durch die schnell leer werdenden Akkus des Blitzes, manchen Streich spielte…