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21. Köln Marathon, 01.10.2017

Da war ich dann doch wieder an alter Wirkungsstätte.
Ziemlich exakt an dieser Stelle habe ich „damals“ beim ersten und zweiten Marathon in Köln gestanden und die Aktiven angefeuert und die (damals) anwesenden Zuschauer über die Entwicklung im Feld informiert.

Hier hatten wir dieses Jahr unser Quartier aufgebaut. Es war eine große Aktion, da auch die Kölner Kollegen mit beteiligt waren, um die Aktiven vom RUNNERS POINT RUN CLUB dort zu bespaßen, zu verpflegen und auch später zu ehren.

Köln 2017

Angesichts der Nähe des Ziels waren allerdings an diesem Punkt nicht so viele Zuschauer vor Ort. Dies hat sicher auch damit zu tun, dass die Streckenführung ja mittlerweile anders ist. Die beiden Felder des Halbmarathons und des Marathons (und später auch vom Schullauf) kamen jeweils nach dem Start aus der Hohe(n) Straße angelaufen und bogen über die gegenüberliegenden Fahrbahnen der Cäcilienstraße auf die Laufstrecke ein. Später dann lief der Kurs genau bei uns vorbei und direkt hinter unserem Aufbau links in die Hohe Straße und zum Ziel in Domnähe.

Da die Straßenbahnen während der ganzen Zeit weiter ihren Betrieb durchführten, war es für Zuschauer schwierig, die Straßenseite zu wechseln.

Ich hatte die Daten von MikaTiming auf meinem Laptop und konnte somit die Aktiven begrüßen. Auf einem anderen Laptop lief ein Live – Stream, der aber einige Verzögerung zum tatsächlichen Geschehen hatte, da natürlich die Signale erst verarbeitet und bereitgestellt werden mussten.

Es gab in Köln wieder einheimische Sieger, da auch hier keine afrikanischen Aktiven „eingekauft“ waren und somit die Siege an Aktive deutscher Vereine gingen.

Halbmarathon – weiblich:
1.Sabrina Mockenhaupt, LG Sieg, 1:12:05
2.Laura Hottenrott, GSV Eintr. Baunatal, 1:13:15
3.Lisa Heimann, LAZ Puma Rhein-Sieg, 1:15:09

männlich:
1.Toias Blum, LC Rehlingen, 1:05:42
2.Serkan Kaya, Köln-Istanbul, 1:05:54
3.Florian Röser, TV Konstanz, 1:06:26

 

Marathon – männlich:
1.Hendrik Pfeiffer, TV Wattenscheid, 2:13:42
2.Dominik Fabianowski, ASV Köln, 2:19:36
3.Christian Schreiner, LAZ Puma Rhein Sieg, 2:28:24

weiblich:
1.Rebecca Robisch, LAC Quelle Fürth, 2:43:02
2.Anastasiia Shishova, RUS, 2:52:26
3.Sigrid Bühler, LAZ Puma Rhein Sieg, 2:56:41

Die bestehenden Streckenrekorde wurden sämtlich nicht verbessert.

Für unsere Aktion war natürlich auch wichtig, was die RUNNERS POINT RUN CLUBer machten. Hier waren viele unterwegs, sodass es nach dem Eintreffen der Finisher zu zahlreichen Ehrungen und Übergaben von Preisen auf dem großen RUNNING MOBIL meines Kollegen Max kam.

Angesichts dieser Aktion war auch einer unserer beiden General Manager, Antonius A.M. Verweijmeren vor Ort und hat die Teilnehmer lange Zeit anfeuernd begleitet.

Erfreulich sind auch die Zahlen der Finisher insgesamt >25.000:
4.684 – Marathon m
1.388 – Marathon w
8.821 – Halbmarathon m
6.188 – Halbmarathon w

2.930 – Teilnehmer Staffel Marathon
1.008 – Teilnehmer Schülerlauf

29. Citylauf Saarbrücken, 07.05.2017

im Ziel:
Schülerinnen und Schüler: 26
Jedermannlauf: 64
10km – Lauf: 207

Es ist schon traurig, wohin sich der ehemalige Citylauf Saarbrückens entwickelt hat.

Als ich morgens, so wie üblich, ca. 1 ½ Stunden vor dem ersten Start am mir bekannt gemachten Ort des Geschehens auftauchte, waren dort nur zwei Männer, die den großen Bogen des Energiepartners aufbauten, ansonsten aber zu dem Lauf auch nix wussten.

Ich war längere Zeit völlig alleine.
Dann tauchte ein Mann eines anderen Vereins auf und wusste auch nix, außer der Tatsache, dass die Halle, wo die Startnummern ausgegeben wurden, auf der anderen Seite der Saar sei.

Nach und nach kamen sie dann; sowohl die Leute vom SV Saar 05 Saarbrücken, die das Team stellten, als auch die potentiellen Aktiven mit Begleitern und Vereinskollegen.

3 Starts waren ausgeschrieben – 2.000m für Schülerinnen und Schüler, der sog. 5km Jedermannlauf in einer Runde und der 10km Lauf in 2 Runden.

Zu den 3 Strecken gab es 3 unterschiedliche Startorte – die 2.000m starteten direkt auf der Ziellinie, unter dem großen Bogen, dann ging es direkt hinter dem Führungsradfahrer links herunter auf den Uferweg an der Saar.

Zum Ziel war das Feld dann am anderen Ende der Bismarckstraße zu sehen. Dort bogen sie in die lange Zielgerade ein und passierten direkt den späteren 10km Startpunkt, außerdem zur Hälfte der Straße auch den Startpunkt für den folgenden 5km Lauf.

Alle 3 Felder wurden vom selben Radfahrer geführt, der bis zum Beginn der zweiten Runde der 10er einen ruhigeren Job hatte. Dann drehte der spätere Sieger der 10km, der bereits zur Hälfte einen mehr als deutlichen Vorsprung hatte noch einmal deutlich auf und lief eine schnellere zweite Hälfte.

Hier die Plätze 1 bis 3:

2.000m:
Hannah Rödel, LC Rehlingen, 7:07 – Gesamtschnellste !
Jana Lohrmann, die Meerjungfrauen, 8:13
Adriane Klakow, LAZ Saar 05 Saarbrücken, 8:19

Marvin Winkler, 1. FC Saarbrücken, 7:57
Benjamin Stumm, LSG Saarbrücken Sulzbachtal, 8:07
Muhamed Kovacevic, 8:53

5km:
Filmon Alazar, FC St. Arnual 2011, 18:14
Tammo Lang, LSG Saarbrücken Sulzbachtal, 18:33
Lukas Wesely, 19:28

Jolina Schmitt, LC Warndt, 22:34
Silke Petzold, LAZ Saar 05 Saarbrücken, 23:26
Carrie Ankerstein, 24:07

10km:
Tobias Blum, LC Rehlingen, 32:54
Torsten Jacob, LAZ Saar 05 Saarbrücken, 35:08
Frederic Viry, Freyming-Merlebach Athletic Club, 35:33

Katharina Rausch, LA Team Saar, 39:18
Ann-Cathrine Lohmann, LAZ Saar 05 Saarbrücken, 40:33
Marion Stras, LTF Theeltal, 40:44

Fazit:

Es ist hier die traurige Tendenz zu beobachten, die seit etlichen Jahren im Laufgeschehen insgesamt so zutrifft: die Teilnehmerzahlen stagnieren bzw. gehen leicht bis stark zurück.

Nachher – Impressionen:

Die Zeiten, als mehr als 600 Aktive an der Saar Galerie in der wirklichen City Saarbrückens vorbeiliefen, sind seit Jahren vorbei. Und auch weitere Versuche, durch Citylagen zu laufen können jetzt nicht mehr greifen.
Einer der wichtigsten Faktoren ist wieder einmal das Geld. Die Absperr- und Sicherungsmaßnahmen müssen, so die Aussage eines Vereinsvertreters, teuer bezahlt werden. Eine Veranstaltung in diesem Rahmen, mit einer Zahl von 297 zahlenden Aktiven kommt schon kaum auf die schwarze Null. Wenn dann noch externe Kosten hinzukommen, ist der Drops gelutscht.

Die Konsequenz ist dann, dass auf einem recht unattraktiven Kurs gelaufen werden muss und der Begriff Citylauf nicht mehr wirklich trifft.

Es wird auch hier zu überlegen sein, ob die Konzentration auf besser besuchte Veranstaltungen nicht in der Zukunft dem Verein mit den weniger werdenden Ehrenamtlichen zuträglicher ist.

Alles zum Verein und Lauf: http://saar05-leichtathletik.de/